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Die Wahl des Kreuzes Dreierlei lege ich dir vor; erwähle dir der eines, daß ich es tue.2. Sam. 24, 12
Alle Kinder Gottes werden gezüchtigt; aber nur selten dürfen sie wie David die Rute wählen, aus einer Anzahl von Trübsalen die leichteste aussuchen. Gewöhnlich er* scheint uns gerade das Kreuz, das uns auferlegt ist, als das schwerste. „Ich weiß wohl", heißt es, „daß wir Trüb» sal haben müssen, aber mein gegenwärtiges Leiden ist das schwerste, das mich treffen konnte. Jedes andere Kreuz trüge ich leichter." Der eine sagt: „Oh, körperliehe Schmerzen wollte ich gerne ertragen." Der andere meint: „Oh, arm wollte ich gerne sein, wenn ich nur gesund wäre!" Der dritte erklärt: „Schmach und Verfolgung von den Gottlosen wollte ich mir gerne gefallen lassen, aber die Armut ist doch zu schwer zu tragen."
Und so weiter. Der Herr aber hat alles für jeden geordnet. Wir sind nicht die Herren, sondern die Knechte in seinem Hause und haben nur zu gehorchen.
Aber denke dir einmal, du dürftest wählen! Du würdest dann die Wahrheit des Sprichwortes erfahren: „Wer die Wahl hat, hat die Qual." Wählst du Krankheit des Leibes? Sag nicht so schnell: „Ja!" Ich weiß, was Krankheit ist, und kann sie durchaus nicht rühmen. Also Armut?
Mancher weiß ein Lied von ihr zu singen, und zwar kein frohes. Es ist ganz gewiß kein Vergnügen, abends nicht zu wissen, woher am folgenden Morgen das Geld für Nahrung und Kleider kommen soll, und von den Gaben der Wohltätigkeit abhängig zu sein. Oder wählst du Schmach und Verleumdung? Die können auch einem starken Mann das Herz brechen. Oder soll es etwa der Verlust deiner Lieben sein? Möchtest du wirklich, daß der Gefährte oder die Gefährtin deines Lebens dir genommen, daß dir ein Kindlein vom Herzen gerissen werde?
Wenn du so die Wahl unter den Kreuzen hättest, ginge es dir wohl wie den Eltern, die aufgefordert wurden, eines ihrer zehn Kinder einem andern zu überlassen.
Das erste konnten sie nicht hergeben, denn es war der Stammhalter; das zweite nicht, weil es ein sehr zartes Mägdlein war; das dritte war seiner Mutter Ebenbild
und das vierte war ganz besonders lieb. Und so ging es fort bis zum Nesthäkchen, das noch an der Brust seiner Mutter lag und das man ihr natürlich gar nicht nehmen konnte. So hätten wir auch gegen jedes Kreuz einen besonderen Grund, und die Wahl des Kreuzes wäre allein schon ein schweres Kreuz.
Dazu würden wir uns wahrscheinlich ein schlimmeres Kreuz wählen als das, was wir schon tragen müssen. Unser erstes Gefühl wäre: Wir müssen unser bisheriges Kreuz los werden; es ist uns gründlich entleidet und wir meinen, jede Veränderung werde auch eine Verbesserung sein. Wir sehen, wie unser Freund unter seinem Kreuz so fröhlich ist, und wünschen uns an seine Stelle. Aber glaube mir: Gott hat die Last deinem Rücken und deinen Rücken der Last angepaßt, und ein Vertauschen der Last wäre für dich und deinen Freund nur ein Nachteil.Außerdem soll das Kreuz eine Züchtigung und ein Heilmittel sein. Wenn du dir aber selbst das Leiden wählst, so geht gerade diese Wirkung, die es doch haben soll, verloren. Ich habe gehört, daß die Nonnen eines gewissen Ordens jede Nacht in ihrem Sarg schlafen, der in fast aufrechter Stellung an die Wand gelehnt ist. Die Gewohnheit macht das Schlafen in solcher Stellung bald erträglich, wahrscheinlich sogar angenehm, und die Abtötung des Fleisches ist mehr scheinbar als wirklich. In einem Kloster bei Brüssel habe ich die Peitschen gesehen, mit denen die Menschen sich geißeln. Ich hoffe, diese Übung mache ihnen Vergnügen und sie gebrauchen die Peitsche kräftig. Eine selbstauferlegte Geißelung ist nur ein Scheinleiden; ein selbsterwählter Schmerz ist überhaupt kein ernsthafter Schmerz. Er kann uns schließlich sogar lieb werden. Wenn ich aus eigenem Willen leide,
IN ALLERLEI ÄUSSERER UND INNERER NOT
Die Wahl des Kreuzes
Selig sind, die da Leid tragen
Tränen
In des Herrn Hand
Ein Tropfen Honig
Unter dem Kreuz
Das Vermächtnis des Herrn
Wirf dein Anliegen auf den Herrn
Bei Mattigkeit und Kraftlosigkeit
Sei getrost
Schutz vor dem Sturm
Halte dich an die Verheißung
Gott hört
Leidensgenossen
Bei peinlicher Ungewißheit
Freude im Leid
Sterne in der Leidensnacht
Aufsehen auf Jesus
Ohne Kampf kein Sieg
Ein Geschenk
Auf Adlers Flügeln
Blick auf
Sei stille dem Herrn
Im Schmelzofen
Ein weites Herz
Ein Gleichnis
Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet
Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind
Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten
Wahre Schätze
Der in euch angefangen hat das gute Werk
Los von der Welt
Besonderer Trost für Kreuzträger
IN SORGE UND ARMUT
Alle eure Sorge werfet auf ihn
Ein sicherer Ort
Geduld
Freuet euch in dem Herrn allewege
Unnötige Leiden
Kleine Sorgen
Nicht voraussorgen
Der Herr macht arm und macht reich
Er wird den Armen erretten
Schlechte Zeiten
Laß die Sorgen draußen
Was zum Leben nötig ist
Wenn alle Strange brechen
Ich stärke dich
Am Abend
IN KRANKHEIT UND TODESNOT
Die Krankheit ist nicht zum Tode
In schlaflosen Nächten
Bei erzwungener Untätigkeit
Warum bin ich auf die Seite gelegt?
Für wieviel haben wir zu danken !
Bereitschaft
Traue, ohne zu fühlen!
Ich weiß, daß mein Erlöser lebt
Gottes Zeit ist die beste Zeit
Welcher unseren nichtigen Leib verklären wird
Der beste Augenblick im Leben eines Christen
Gott wird abwischen alle Tränen
Siehe, ich mache alles neu
BEIM TOD UNSERER LIEBEN
Gottes Fürsorge
Die Seligkeit im Himmel
Gegen übermäßige Trauer
Freue dich, schön's Blümelein!
Entschlafen durch Jesus
Einer Mutter beim Tod ihres Kindes
Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
Eine gute Arznei
Wo sind unsere heimgegangenen Lieben?
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