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EINFÜHRUNG
Die Zahl der Christen, die sich zu dem Glauben an Christus bekennen und dann fallen, ist erschreckend hoch. Viele scheinen wiedergeboren zu sein; sie beginnen ihr Glaubensleben sehr vielversprechend. Aber auf dem Weg fallen sie in Sünde und kommen völlig vom Weg ab. Sicherlich sind nicht alle, die sich Christen nennen, auch wirklich errettet, aber auch die Verlustrate unter den Christen, die ein wirkliches Christendasein demonstrieren, ist ernüchternd.
Häufig bringt ein einziger Fall einen Menschen für den Rest seines Lebens vom Weg ab. Obwohl er seine Sünde bereut und bekennt, hält er sein Leben von dem Augenblick an für überschattet. Er betrachtet sich als ungeeignet für den Dienst. Er verschließt seine Lippen, was das Zeugnis anbelangt. Er geht durch das Leben wie ein Zurückgewiesener. Die Gemeinden sind voll von solchen Leuten.
Es muß aber nicht so sein. Es gibt Vergebung bei Gott. Der Vogel mit dem gebrochenen Flügel kann wieder genau so hoch fliegen wie zuvor. Gott kann die Jahre, welche die Heuschrecken gefressen haben, erstatten. Das Problem scheint darin zu liegen, daß viele nie gelernt haben, richtig mit der Vergebung umzugehen. Sie bekennen zwar ihre Sünden, glauben aber Gottes Wort nicht, daß ihnen wirklich vergeben wurde. Vielleicht haben sie das Gefühl, daß ihnen nicht vergeben sei. Oder aber sie wissen, daß ihnen vergeben wurde, können es aber nicht wirklich annehmen. Und so gehen sie als besiegte Christen durch das Leben.
Für solche ist dieses Buch als Hilfe gedacht. Es soll aber zunächst einmal Gläubigen helfen, nie in diesen Zustand zu gelangen. Erfahrung ist eine harte Schule. Sind wir jedoch bereit, direkt aus Gottes Wort zu lernen, so können wir uns den harten Weg ersparen. Durch einfachen Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes ist ein Christ in der Lage, um alle Segnungen eines heiligen Lebens und alle schmerzhaften Konsequenzen der Sünde zu wissen. Warum sollten wir durch Scham und Schande all das erfahren, was für jeden, der sich die Zeit für ein aufmerksames Bibelstudium nimmt, so offensichtlich ist.
SEIN WIE CHRISTUS
Die höchste Charakterbeschreibung wird mit den Worten „Sein wie Christus" ausgedrückt. Benutzt man sie für einen Gläubigen, so ist es die vorbildlichste Anerkennung, die höchste Ehre. Es gibt kein höheres Bestreben, als zu sein wie der Herr Jesus.
Henry Drurnrnond sagte einmal: „Zu werden wie Christus ist das einzige in der Welt, wofür es sich zu leben lohnt, dem gegenüber alle anderen menschlichen Bestrebungen eine Torheit und alle geringeren Errungenschaften nichtig sind."
Ich bin sicher, es muß eine Befriedigung sein, besonders begabt zu sein, so zu lehren und zu predigen, daß alle Herzen sich unter dem Einfluß des Wortes beugen und davon berührt werden. Aber zu sein wie Christus ist besser als, eine große Begabung, und ohne das ist jede Begabung „ein tönendes Erz oder eine schallende Zimbel". Es ist möglich, eine Gabe für die Kanzel zu haben und zu Hause ein perfekter Miesepeter zu sein. Eine Gabe zu besitzen, ist die höchste Gabe Gottes an einen Menschen, aber persönliche Gnade ist etwas, für dessen Entwicklung wir durch die Kraft des Heiligen Geistes selbst verantwortlich sind.
Viele sind bestrebt, große Seelengewinner zu werden. Dieser Dienst ist heute tatsächlich so populär, daß er praktisch als Zweck unserer Erschaffung ausgegeben wird. Das Ergebnis davon ist, daß die Leute,herurneil.en und ununterbrochen evangelisieren, und doch gibt ihr Leben ein sehr unattraktives und nicht überzeugendes Bild vom christlichen Glauben. Als der Herr Jesus sagte: „Folget mir und ich werde euch zu Menschenfischern machen", gab Er den eigentlichen Auftrag und setzte die eigentliche Priorität. Unsere Verantwortung ist es nun,Ihm zu folgen, d. h. zu leben, wie Er lebte. Seine Verantwortung ist es, uns zu Menschenfischern zu machen. Lebt man nach diesem „Sein wie Christus", dann ist das Gewinnen ,von Seelen ein ganz natürliches Ergebnis.
DIE GÖTTLICHE PRIORITÄT
Gottes großes Ziel mit Seinem Volk ist die Gleichförmigkeit mit dem Bild Seines Sohnes. Er hat so großen Gefallen an dem Herrn Jesus, daß Er den Himmel mit anderen füllen will, die so sind wie Er. Wenn wir Ihn sehen werden, werden wir automatisch Ihm gleich sein. Es würde Gott jedoch zu größerer Herrlichkeit gereichen, wenn dieser Prozeß sich bereits jetzt auf der Erde vollziehen würde.
Carole Mayhall gab zwei unvergeßliche Illustrationen dieses Prozesses. Das erste Beispiel handelt von einer relativ dicken Frau, die sich für ein Diät-Programm einschrieb.
Als allererstes zeichnete der Leiter eine Silhouette auf einen Spiegel, die die Figur der Frau zeigte, die sie erreichen wollte. Als sie vor dem Spiegel stand, quoll sie natürlich über die Silhouette hinaus. Der Leiter erklärte ihr: „Unser Ziel ist es, daß sie in diese Figur hineinpassen." Viele Wochen lang lebte die Frau unter Diät und machte ihre Übungen. Jede Woche stand sie vor dem Spiegel, aber ihr Umfang, obwohl er geringer wurde, paßte noch immer nicht in die Figur. Daher trainierte sie härter und wurde noch strenger in ihrer Diät. Und endlich, eines Tages stand sie vor dem Spiegel und ihr Bild stimmte zu jedermanns Freude mit der vorgezeichneten Figur überein.
Das zweite Beispiel handelt von einem Bildhauer, der die Skulptur eines Löwen aus einem Granitblock herausmeißelte. Als er gefragt wurde, wie er solch ein Wunderwerk geschaffen hätte, sagte er: „Es war sehr einfach. Ich habe lediglich alles das entfernt, was nicht wie ein Löwe aussah!"
Auf den folgenden Seiten werden wir beschreiben, wie es Gottes Ziel ist, alles aus unserem Leben wegzumeißeln, bis
HEILIG! - sein wie Christus
- die göttliche Priorität
- schlechte Darsteller
- gute Darsteller Jesu Christi
- Gründe für die Heiligkeit
- 4 Formen der Heiligung
- die ganze Waffenrüstung Gottes
- Gottes Teil - unser Teil
- wie wird ein Mensch geheiligt?
- vollkommen ohne Sünde
- Prinzipien des christlichen Verhaltens
- Befreiung von Macht der in uns wohnenden Sünde
- zwei Königreiche
- Anatomie der Sünde und der Reue
- Gebiet der moralischen Reinheit
- Gewissen
- wie ein Mensch denkt
- die Stille vor Gott
- Sprache der Christen
- Gerede
- Temperament
- Kleidung des Christen
- Ehrlichkeit
- Ethik
- Zerbrochensein
- Töpfe, Pillen, Pulver (Drogen und Alkohol)
- wie steht es mit Glücksspielen? (Spielsucht)
- Geburtenkontrolle
- Politik
- Selbstsucht
- Musik
ISBN: 3893971955 (ISBN-13: 9783893971954)
Format: 18 x 11 cm
Seiten: 197
Verlag: CLV Bielefeld
Erschienen: 1988
Einband: Paperback
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