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2. Mose 1, 1-14
Das grosse Thema des 2. Buches Moses heisst: Erlösung- Erlösung von der Sklaverei durch Loskauf und Macht. Wir lesen in diesem Buch von dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und dem Anfang ihres Weges durch die Wüste. Wie jedes alttestamentliche Buch so ist auch dieses voll von geistlicher Belehrung für uns Christen. Alles, was den Israeliten widerfahren ist, soll uns zu Vorbildern dienen, zu unserer Ermahnung (1. Korinther 10,6.11).
Nach der kurzen Wiederholung der Beschreibung der Familie Jakobs (vergleiche 1. Mose 46,8-27) schildert der Heilige Geist die Zustände in Ägypten unter einem König, «der Joseph nicht kannte'>. Ägypten ist in der Schrift immer ein Bild der Welt. Hier wird sie unter der Herrschaft des Gottes und Fürsten der Welt (Satan) gesehen, der im Widerspruch zu Gott und seinem Volk steht. Sein Ziel ist es, die Vermehrung dieses Volkes zu hindern, es zu dezimieren und zu unterdrük-ken. Aber Gott vergisst sein Volk nicht, obwohl es Ihn vergessen mag (Vers 12).
So wird Israel in Ägypten zu einem Bild des Zustandes des natürlichen Menschen. Doch bevor die Befreiung kommen kann, muss Israel an den Punkt äusserster Not und Verzweiflung kommen, ähnlich wie der jüngere Sohn in Lukas 15. Der Sünder muss die Härte des eisernen Sklavenjochs Satans und der Sünde wirklich fühlen, bevor Gott ihm helfen kann. Ohne wahre Busse gibt es keine echte Bekehrung!
2. Mose 1, 15-22
Pharao unternahm noch einen zweiten Versuch, das Volk Israel zu schwächen und mit der Zeit zu verderben. Als absoluter Herrscher konnte er von seinen Untertanen alles verlangen. Wehe dem, der sich seinem Willen widersetzte! Und doch taten dies die beiden gottesfürchtigen Hebammen. Es war den beiden Frauen bei diesem Gebot des Königs klar, dass ihre erste Pflicht und Aufgabe war, Gott zu fürchten. Wenn die Menschen etwas von uns verlangen, das uns zu Ungehorsam gegen Gott verleiten würde, dann gilt das Wort, das die Apostel einst ihren Richtern sagten: «Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen« (Apostelgeschichte 5,29).
Und Gott lässt die nicht im Stich, die Ihn fürchten und für seine Sache einstehen. «Gott tat den Hebammen Gutes.« - «Wenn Gott für uns ist, wer wider uns?« (Römer 8,31). Weil Gott sie in Schutz nahm, konnte nicht einmal der mächtige Pharao diesen zwei schwachen Frauen etwas zuleide tun.
Wenn der Feind auch nicht gegen Gott ankam, so blieb seine Feindschaft doch bestehen. Er befahl nun all seinem Volk, jedes neugeborene Knäblein der Hebräer in den Strom zu werfen. Das nächste Kapitel zeigt, wie Gott gerade diesen Befehl dazu benützte, um einen Befreier für sein Volk vorzubereiten.
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