Die Informationen des Autors helfen bei der Klärung dieser Fragen. Er zeigt, daß der Marxismus den ganzen Menschen mit Beschlag belegt. Aber seine Ziele sind zerstörerisch und mißachten den Menschen. Leben und Lehre Jesu Christi werden dem gegenübergestellt. Auch hier kann niemand neutral sein. Doch der entscheidende Unterschied ist: Gott zerstört nicht, er gibt das Leben. Das Buch bietet eine allgemeinverständliche Darstellung wesentlicher Zusammenhänge aus Vergangenheit und Gegenwart.
Ein übersichtliches Stichwortverzeichnis ermöglicht ein schnelles Auffinden typischer Einzelheiten.
Vorbemerkung
Eine brennende Frage
Viele Menschen suchen nach einer Antwort; und gerade junge Menschen spüren, daß es um eine tiefgreifende Entscheidung geht. Darum wollen sie genau wissen, welche Folgen es bringt, wenn sie entweder auf Marx oder auf Jesus hören.
Beispielhaft wird dies im Leben von Volker E. deutlich. Er entschließt sich zuerst für Marx.
Schon als Schüler gründet er einen politischen Jugendclub und zusammen mit seinen Kameraden veranstaltet er in seiner westfälischen Heimatstadt die ersten spektakulären Aktionen: Nicht angemeldete Demonstrationszüge werden durchgeführt und politische Versammlungen umfunktioniert.
Er berichtet selbst über diese Zeit: «Ich bekam mehrere Anzeigen wegen Landfriedensbruch und anderer Verstöße. Bald war ich in der Stadt bekannt wie ein bunter Hund. In der Schule wurde ich von den Lehrern gefürchtet, zu Hause hing der Segen total schief. Man nahm mich ernst, lud mich zu Honoratiorenveranstaltungen ein; ich durfte mit Rechtsanwälten und Hochschuldirektoren Podiumsdiskussionen führen und in den Heimatzeitungen wurden Kommentare und Gegendarstellungen abgedruckt. Daher nahm ich mich also auch sehr ernst. Einen pädagogischen Mißgriff meines Klassenlehrers nahm ich zum Anlaß, die Schule in der letzten Klasse zu verlassen und in das `Zentrum der Revolution', nach Berlin, zu gehen. Hier schaffte ich das Berliner externe Abitur und begann Politologie zu studieren. Ich war mächtig stolz auf mich.
Gleich stürzte ich mich in die politische Arbeit und half, eine ökonomische Untersuchungskommission bei einer der heutigen kommunistischen Parteien mit aufzubauen. Ich war Mitbegründer einer radikalen Studentengruppe, ließ mich an der Uni als Marxismustutor anstellen und zum Schluß arbeitete ich in Gewerkschaftsjugendgruppen als beratender Teilnehmer mit. Die Strategie der Linken hatte sich geändert. Sie versuchten nun, die Arbeiter für ihre Ideen zu gewinnen. Ich fand das auch richtig. Meine Eltern waren Arbeiter, und ich kannte mich in diesem gesellschaftlichen Bereich aus. Ich nahm diesmal die Sache sehr ernst und hängte mein ganzes Herz in diesen Einsatz. Bald aber merkte ich, daß viele Studenten die Arbeiter nur benutzen wollten, um ihre eigene Rolle als Chefideologen weiterspielen zu können. Keiner war eigentlich gewillt, die Probleme der Arbeiter richtig zu verstehen, geschweige denn, durchzuleben. So isolierte ich mich mehr und mehr von meinen Mitstudenten. Bald saß ich zwischen den Stühlen. Ich suchte die Solidarität und Verbundenheit, mit der meine Generation aufgebrochen war, diese Gesellschaft zu erstürmen, aber sie waren alle nur noch auf einem individuellen Trip. Meine Ideale waren weg, und ich gab der Gesellschaft die Schuld. Ich fing an, mit Vorliebe das zu tun, was verboten war; ich suchte das Risiko, um mich zu bestätigen. Das Beste hatte ich gewollt, aber ich stand geistig vor dem Chaos.»
Führt eine geistige Abhängigkeit von Karl Marx zu solchen Ergebnissen? Woher kommt dieser Widerspruch und Zwiespalt? Sehen wir uns zunächst das Leben und die Lehre von Karl Marx etwas genauer an. Nur so entdecken wir die tatsächlichen Hintergründe und Zusammenhänge seiner weitreichenden und tiefgreifenden Beeinflussung. Erst nach gründlicher Prüfung können wir uns entscheiden: Marx oder Jesus?
1. Das Leben des Karl Marx
Wie sieht das Leben des Karl Marx aus?
Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier als Sohn des jüdischen Advokaten Heinrich Marx und dessen Ehefrau Henriette geboren. Er wächst sorglos heran und von Not oder früh angelebter Revolutionsbereitschaft kann keine Rede sein. Als der 1815 geborene Bruder Mauritz David im April 1819 stirbt, wird der noch nicht einjährige Karl ältester Sohn der Familie und der verzogene Liebling seiner Eltern. 1824 läßt Vater Marx seine Kinder evangelisch taufen. Im Oktober 1830 kommt Karl Marx, mittlerweile 12 Jahre alt, in das Friedrich Wilhelm Gymnasium in Trier. Er ist während der Schulzeit und auch in seinen späteren Jahren nicht politisch interessiert. Es wird keine `rote Zelle' gegründet, und die Not anderer Menschen beschäftigt ihn nicht. Immerhin war damals die Kinderarbeit bis zu 14 Stunden täglich üblich, und allein im Regierungsbezirk Trier mußten von 1827 an über 1100 Menschen wegen untragbarer äußerer Schwierigkeiten nach Brasilien mehr fliehen als auswandern. Karl Marx dagegen konnte 1835 als achtbester Schüler sein Abitur machen. Das Thema im Abiturfach «Religion» war: «Die Vereinigung der Gläubigen mit Christo nach Johannes 15, 1-14, in ihrem Grund und Wesen, in ihrer unbedingten Notwendigkeit und ihren Wirkungen dargestellt.» Seine Ausführungen dazu können einen wichtigen Einblick in die schon im Jugendalter gewachsene innere Einstellung des Karl Marx geben.
«Ehe wir den